Die faszinierende Geschichte von IPA und Gin
Gepostet am 04. September 2024
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Unsere Seeräuber Weinschorlen sind ideal für jede Gelegenheit, sei es eine entspannte...
Gepostet am 04. September 2024
Gepostet am 03. May 2024
Gepostet am 24. April 2024
Gepostet am 23. April 2024
Ginger Ale, das sprudelnde, goldene Getränk, das heute in Bars und Haushalten weltweit zu finden ist, hat eine faszinierende Geschichte und einen ebenso interessanten Herstellungsprozess. In diesem Artikel tauchen wir tief ein in die Welt dieses klassischen Softdrinks und entdecken, wie man ihn am besten genießt – insbesondere mit einem Hauch von Seeräuber Winter Gin.
Die Wurzeln von Ginger Ale lassen sich bis ins 19. Jahrhundert zurückverfolgen. Ursprünglich wurde es in Irland erfunden, doch seine Popularität und Produktion nahmen besonders in England und später in Nordamerika rasch zu. Thomas Joseph Cantrell, ein Apotheker aus Nordirland, gilt als einer der Erfinder dieses Getränks. Er war es, der die medizinischen Eigenschaften von Ingwer mit einem sprudelnden Softdrink kombinierte, um eine angenehme Alternative zu den damals üblichen medizinischen Tonics zu schaffen.
Die faszinierende Reise von Ginger Ale begann im 19. Jahrhundert, einer Zeit, in der die Welt begann, die Möglichkeiten von kohlensäurehaltigen Getränken zu entdecken. Ursprünglich in Irland entwickelt, erlangte Ginger Ale schnell an Popularität, besonders in England und später in Nordamerika. Dieser Aufschwung war eng mit der zunehmenden Verfügbarkeit von Soda-Wasser und der Erfindung der Kohlensäureinjektion verbunden.
Thomas Joseph Cantrell, ein Apotheker aus Nordirland, spielte eine entscheidende Rolle in der Geschichte des Ginger Ales. Er war fasziniert von den medizinischen Eigenschaften des Ingwers, insbesondere dessen Fähigkeit, Magenbeschwerden zu lindern und die Durchblutung zu fördern. Cantrell kombinierte diese heilenden Eigenschaften mit dem erfrischenden Charakter von sprudelndem Soda, um ein Getränk zu kreieren, das nicht nur gesundheitliche Vorteile bot, sondern auch angenehm zu trinken war.
Wie Ginger Ale wurde auch Tonic Water ursprünglich aus medizinischen Gründen entwickelt. Tonic Water enthält Chinin, das traditionell zur Behandlung von Malaria verwendet wurde. In den Kolonialzeiten mischten die Briten Chinin mit Zucker und Wasser, um den bitteren Geschmack zu mildern, was schließlich zur Entstehung von Tonic Water führte.
Beide Getränke, Ginger Ale und Tonic Water, teilen eine gemeinsame Geschichte der medizinischen Anwendung, die dann in die Welt der Erfrischungsgetränke und Cocktails überging. Dieser Übergang von medizinischen Tonics zu beliebten Erfrischungsgetränken markiert einen wichtigen Wendepunkt in der Getränkeindustrie.
Wenn dich die Geschichte und die Herstellung von Tonic Water ebenso interessieren, schau doch in unserem nächsten Artikel nach, der sich eingehend mit diesem klassischen Getränk beschäftigt. Dort erfährst du, wie Tonic Water von einem Malaria-Mittel zu einem unverzichtbaren Bestandteil in der Cocktailkultur aufgestiegen ist.
Die Herstellung von Ginger Ale beginnt mit der Essenz aus Ingwerwurzeln. Dieser Extrakt wird durch Kochen von frischem Ingwer in Wasser gewonnen, oft ergänzt durch Zucker und andere natürliche Aromen wie Zitronensaft oder Zitronenschale. Nachdem der Extrakt konzentriert wurde, wird er gefiltert und mit gereinigtem Wasser verdünnt. Anschließend wird Kohlendioxid hinzugefügt, um die charakteristische Kohlensäure zu erzeugen. In einigen traditionellen Rezepturen wird Ginger Ale sogar fermentiert, um eine natürliche Perlage zu erreichen.
Die Herstellung von Ginger Ale, wie bereits beschrieben, beginnt typischerweise mit einem Ingwerextrakt. Doch die Tiefe und Vielfalt dieses Prozesses erstreckt sich weit über das Grundrezept hinaus, besonders wenn es um spezielle Varianten wie das Spicy Ginger Ale geht.
Spicy Ginger Ale: Diese Version ist für diejenigen gedacht, die es etwas schärfer mögen. Hierbei wird zusätzlich zur Grundrezeptur eine größere Menge frischen Ingwers verwendet, oder es kommen schärfere Ingwersorten zum Einsatz. In manchen Rezepten wird auch Chili hinzugefügt, um die Schärfe zu intensivieren. Der scharfe Geschmack ergänzt hervorragend süße oder cremige Cocktails, indem er einen angenehmen Kontrast bildet.
Herstellungsprozess im Detail: Nachdem der Ingwer gekocht und der Extrakt gefiltert wurde, wird dieser manchmal auch noch in Ruhe gelassen, um eine leichte Fermentation zu ermöglichen. Diese Fermentation kann natürliches Kohlendioxid erzeugen und ein leichtes alkoholisches Element hinzufügen, was das „Ale“ im Namen erklärt. Ale, traditionell ein Begriff für ein leicht fermentiertes Bier, wird hier eher wegen der Ähnlichkeiten in der Herstellungstechnik verwendet. Ginger Ale ist natürlich kein Bier, aber die traditionellen Methoden ähneln denen der Bierherstellung in Bezug auf die Fermentation.
Moderne Herstellungsmethoden: In kommerziellen Produktionsstätten wird das Ginger Ale heute meist ohne Alkohol hergestellt, indem kohlensäurehaltiges Wasser direkt zum Ingwerextrakt hinzugefügt wird, um Konsistenz und Qualität sicherzustellen. Diese Produktionsweise ermöglicht es, das Getränk als alkoholfreie Option in Bars und Restaurants anzubieten.
Wie bereits angedeutet, bezieht sich der Begriff „Ale“ in „Ginger Ale“ ursprünglich auf die Fermentationstechnik, die ähnlich wie bei der Herstellung von Bier ist. Im 19. Jahrhundert, als Ginger Ale populär wurde, waren viele kohlensäurehaltige Getränke leicht fermentiert, was ihnen einen „bierähnlichen“ Touch gab. Heutzutage ist das Getränk alkoholfrei, doch der Name ist geblieben und zeugt von seiner historischen Herstellungsweise.
Die zusätzliche Schärfe von Spicy Ginger Ale kann wunderbar die reichen, erdigen Noten von Kaffee und Orange in unserem Seeräuber Winter Gin hervorheben. Wenn Sie diesen speziellen Gin über eine Zimtstange gießen und mit einem Spritzer Spicy Ginger Ale sowie einer Orangenscheibe servieren, erhalten Sie ein wahres Feuerwerk an Aromen, das perfekt für die winterliche Gemütlichkeit ist.
Ginger Ale ist nicht nur pur ein Genuss, sondern auch eine beliebte Zutat in vielen Cocktails. Hier sind einige Klassiker:
Zum krönenden Abschluss möchten wir einen ganz besonderen Genuss vorstellen: Seeräuber Winter Gin gemixt mit Ginger Ale und einer frischen Orangenscheibe. Dieser Cocktail ist eine Hommage an die kühlen Abende und die Wärme von Zuhause. Der in unserem Gin enthaltene Kaffee und die Orangennoten kommen mit dem Ginger Ale besonders gut zur Geltung. Wenn du den Gin zusätzlich über eine Zimtstange laufen lässt, erhältst du einen Cocktail, der nicht nur das Herz erwärmt, sondern auch die Sinne anregt – ideal für kalte Abende am Lagerfeuer oder gemütlich vor dem Kamin.
Ginger Ale mag vielleicht für seine Rolle in der Cocktailwelt erfunden worden sein, aber mit dem Seeräuber Winter Gin erreicht es eine neue Dimension des Geschmackserlebnisses. Prost auf die kalten Tage, die mit einem so wunderbaren Getränk gleich viel warmer erscheinen.
Im Kopf rebellisch, im Herzen gesellig.
Euer Seeräuber
Gepostet am 07. August 2023
Gepostet am 22. March 2021
Da ein Compound Gin auch Bathtub Gin genannt wird, fügt sich in vielen Menschen mit ein wenig Phantasie schon die richtige Definition zu diesem besonderen Getränk zusammen.
Zu Zeiten der Prohibition wurden die Menschen erfinderisch, wie sie in ihren privaten Räumen ihre Genussmittel im Kaltverfahren herstellen konnten. Aus der Zeit stammt auch die Idee für die Herstellung des Compund Gin. Er lässt sich in einfachen Gefäßen mit wenigen Aromastoffen und haushaltsüblichen Utensilien zu einem wunderbaren Genussmittel zusammenfügen.
Ein Compound Gin beschreibt somit keinen bestimmten Gin Typ sondern das Herstellungsverfahren. Um selber einen Compound Gin zu produzieren, muss man kein Meister sein.
Als Basisalkohol zur Herstellung eines Compound Gin kann ein Wodka verwendet werden. Der Vorteil gerade am Wodka ist, dass er einen sehr neutralen Geschmack und Geruch hat und sich leicht mit Aromen anreichern lässt. Da ein Gin kein Gin ist, wenn er nicht mindestens 37,5% Alkoholgehalt hat, sollte auch beim Basisalkohol dieser Wert nicht unterschritten werden. Zudem gibt es sogar eine EU-Richtlinie, die besagt, dass beim Destillieren oder Ansetzen eines Gin einen Mindestalkoholgehalt von 37,5% vorschreibt.
Der Compound Gin wird im Kaltverfahren (Mazerationsverfahren) hergestellt. Das bedeutet, dass dem reinen Alkohol seine gewählten Botanicals direkt hinzugefügt werden und durch das reine Schwimmen im Alkohol seine Aromastoffe abgeben. Die Zellwände der Botanicals werden durch den Reinalkohol aufgespaltet und geben so die Aromen ab. Um das Aroma zu verstärken, können Botanicals zerkleinert oder ausgepresst zum Alkohol hinzugefügt werden. Ein Muss für jeden Gin sind selbstverständlich die Wacholderbeeren. Es erfolgt keine nachträgliche Destillation.
Damit ist dieser besondere Gin, der aber auch wenig spektakulären Charakter hat, schon beinahe Verzehrfertig. Die notwendigen Utensilien zum Filtern und Abfüllen müssen natürlich vorab besorgt werden. Es empfiehlt sich, ein grobes Sieb einen Filter mit eingelegtem Kaffeefilter und Glasfalschen zur Hand zu haben.
Da der Compound Gin im Kaltverfahren hergestellt wird, hat er eine eher oft weniger ansprechende Farbe. Jeder, der schon einmal einen guten Gin getrunken hat weiß, dass er sehr klar und rein anzusehen ist. Durch die fehlende Destillation bleibt der Compound Gin aber eher gelblich bis bräunlich und nebelig-trüb.
Es empfiehlt sich daher, den Gin sorgfältig und fein zu filtern. Das klart zum einen die Farbe ein wenig auf und zum anderen werden die hinzugefügten Botanicals herausgefiltert. Es kann sehr hübsch aussehen, wenn der ein oder andere Aromastoff noch in erkennbarer Form in der Flasche oder im Glas zu sehen ist. Allerdings verstärkt sich durch die nicht aufhaltbare Aufspaltung der Zellwände der Aromastoffe durch den Reinalkohol, die Abgabe der Aromastoffe an den Gin. Hat man nun nicht vor, den gesamten eigens hergestellten Gin in sehr kurzer Zeit zu genießen, verstärken sich die verwendeten Aromen täglich mehr. Einige gewählte Botnicals könnten mit der Zeit bitter werden, oder scharf und zu einem weniger schmackhaften Ergebnis führen.
Einen Compound Gin wird es nicht im Supermarkt geben. Durch das Hinzufügen der Botanicals im eigenen Ermessen, wird jeder Gin aus eigener Herstellung einen individuellen Geschmack aufweisen. Sehr wahrscheinlich wird es keine weitere eigene Produktion geben, die genau so schmeckt, wie die vorangegangene. Das macht den Compound Gin jedes Mal einzigartig.
Gepostet am 17. March 2021
Gepostet am 11. March 2021
Gin Tonic zählt bis heute zu den beliebtesten Getränken, die über den Tresen gehen. Das aromatische Getränk aus Gin und Tonic Water wird meist im Mischverhältnis 1:3 angeboten und ist keineswegs eine neue Erfindung. Bereits im 19. Jahrhundert wurde der Long Drink zunächst im fernen Osten ein Verkaufsschlager. Doch woher stammt Gin Tonic und wer hat ihn erfunden?
Um zu verstehen, was es mit dem Long Drink auf sich hat, müssen wir uns in den südlichen Teil der Erde begeben. Zur damaligen Zeit gehörte Indien zum britischen Weltimperium und eine Vielzahl von Soldaten sowie Teile der britischen Mittel- und Oberschicht lebten im südasiatischen Reich.
In den dortigen Clubs und Bars waren alkoholische Drinks begehrt und Gin, ursprünglich aus den Niederlanden stammend, war bereits seit vielen Jahrzehnten beliebt. Die Geschichte des Gins geht auf Franz de le Boe (Franciscus Sylvius) zurück, der als deutscher Arzt in den Niederlanden tätig war. Auf der Suche nach einem neuen Medikament gegen Nierenleiden experimentierte er mit Schnaps aus Wacholder. Der Pflanze wurden bereits damals verschiedene positive gesundheitliche Wirkungen und den Patienten eine gute Verträglichkeit nach dem Genuss zugeschrieben. Aus diesem Grund wurde der Schnaps über militärische Beziehungen der Niederlande zu Großbritannien schließlich auch dort verkauft. So sagt es die Legende, wer oder wie der Gin erfunden wurde.
Im Laufe der Jahre entwickelte sich der Gin zum Verkaufsschlager. Dies führte gar bis zu Beschränkungen der Produktion aufgrund des exzessiven Konsums der Briten. Gin wurde fortan ein fester Bestandteil der britischen Trinkkultur und hielt über Großbritanniens Ränkespiele im Kolonialismus wiederum auch in Indien Einzug.
Auch Tonic Water entstand zunächst in einem medizinischen Zusammenhang. Das heutige Erfrischungsgetränk enthielt früher größere Mengen Chinin, welche aus südamerikanischen Chinarindenbäume gewonnen werden. Chinarinde wurde über Handelswege von Peru aus im Zusammenhang mit Krankheiten nach Erzählungen indigener Völker eine fiebersenkende Wirkung zugeschrieben. Deshalb extrahierten die beiden Apotheker Pierre Joseph Pelletier und Joseph Bienaimé Caventou 1820 vermutlich als erste den Wirkstoff aus der Chinarinde extrahierten.
Chinin entwickelte sich schnell zum einzigen Mittel, welches zur damaligen Zeit im Kampf gegen die Malaria eingesetzt werden konnte. In Indien stationierte britische Soldaten mischten es regelmäßig Vorbeugung gegen die Malaria mit Brandy, Rum oder Sherry, um die im Chinin enthaltenen Bitterstoffe geschmackvoller zu gestalten.
Zur Verbesserung des Geschmacks entwickelte schließlich der Engländer Eramus Bond 1858 als erstes ein Getränk aus Chinin, Sodawasser und Zucker. Er hat dies unter dem Namen Tonic Water patentieren lassen. Schweppes zog 1870 schließlich mit einer veränderten Rezeptur nach und Tonic Water entwickelte sich zum Verkaufsschlager südlich des Äquators.
Doch was hat es mit dem heutigen Gin Tonic auf sich? Die erste tatsächlich dokumentierte wörtliche Quelle von Gin Tonic ist zweifelsfrei ein Sportmagazin namens Oriental Sporting Magazine aus dem Jahr 1868. Es dokumentiert Rufe englischer Sportsmänner nach Abschluss eines Pferdewettrennens nach dem alkoholischen Getränk.
Auch in späteren Quellen taucht Gin Tonic immer wieder in Erwähnungen im Zusammenhang mit Trinkgesellschaften auf. Eine häufig verbreitete Version der Herkunft lautet, dass Gin Tonic eine Erfindung des Militärs war. Sicher belegt ist, dass Soldaten zweifellos Chinin und später Tonic Water mit verschiedenen alkoholischen Getränken wie Rum oder Brandy mischten. Nach verbreiteter Ansicht wurde daraus mit der Zeit der Gin Tonic.
In einem neueren Buch von Kim Walker wird diese Version wiederum angezweifelt. Andere alkoholische Getränke bei den Soldaten zunächst beliebter gewesen seien als der Gin. Der Longdrink findet auch später im militärischen Kontext erwähnung. Jedoch ist Gin Tonic nach dieser Ansicht eher ein zufälliges Produkt der englischen Alkoholkultur in Indien und wurde dort im Zusammenhang mit Sport- und Genussgetränken entwickelt.
Welche Person die erste war, die Gin mit Tonic Water mischte und somit das Getränk erfand, ist insofern nicht zweifelsfrei belegt. Das Gin Tonic im Zusammenhang mit sportlichen Events getrunken wurde ist sicher kein Zufall.
Im 19. Jahrhundert wurden Bitters in vielfältiger Form alkoholischen Getränken beigemischt und es entstand eine Vielzahl verschiedener Cocktails und Longdrinks. Diese wurden von gehobenen Gesellschaften in entsprechenden Clubs und Gesellschaften gern getrunken. Höchstwahrscheinlich geht daher auch der Gin Tonic auf die Mischversuche in Indien stationierter Briten zurück.
In den höheren Kreisen des britischen Empires war der Genuss von Alkohol sozial erwünscht und ein nahezu täglicher Begleiter. Auch Gin zählte zu den beliebten Getränken und wurde bereits vor Erfindung des Gin Tonics mit Sodawasser, Zucker und anderen Gewürznoten genossen. Longdrinks mit bitterer Note waren schon zur damaligen Zeit sehr beliebt.
Gin Tonic, ob nun von Soldaten oder Barkeepern erfunden, ist zweifelsohne eine Erfindung britisch-indischer Trinkkultur. Zwar kann das Getränk keiner spezifischen Einzelperson zweifelsfrei zugeordnet werden. Eines steht jedoch fest: Der Geschmack des Getränks erfreut bis heute zu Recht die Herzen von Genießern auf der ganzen Welt.
Mit dem Seeräuber Gin kann man toll auf Spurensuche der Wahrheit gehen und vielleicht eine ganz andere Legende finden.
Gepostet am 10. February 2021
Gepostet am 26. January 2021
Gin ist ein absoluter Klassiker, aber ist auch noch für meine Gesundheit Gin gut? Fast jeder hat ihn bereits probiert, andere sind noch nicht so ganz auf den Geschmack gekommen. Für Gin-Liebhaber ist er kaum noch wegzudenken, aber nicht nur wegen des Alkohols. Denn dass die Inhaltsstoffe im Gin auch einige Vorteile für meine Gesundheit mit sich bringen, die du nicht erwartet hast und wie du Gin am besten lagerst erfährst du hier!
Bei Gin handelt es sich um eine Spirituose mit Wacholdergeschmack. Er ist der Hauptbestandteil vieler Cocktails, wie z. B. des Gin Tonics oder des Martinis. Die Basis bildet dabei immer der Alkohol, der mittels Destillation gewonnen wird und entweder aus Getreide oder Melasse hergestellt wird. Bei Melasse handelt es sich um ein Nebenprodukt aus der Zuckerproduktion, dass gerne für den Zweck der Alkoholgewinnung herangezogen wird. Jeder Gin aus der EU und in der Schweiz muss einen Alkoholgehalt von mindestens 37,5 % Vol. aufweisen. Allerdings enthalten viele Gins mehr Volumenprozent, was wieder durch den gezielten Einsatz von Aromastoffen maskiert und abgerundet wird.
Für den typischen Geschmack werden je nach Hersteller verschiedene Zutaten in den Alkohol eingelegt bzw. der Alkohol wird während der Destillation aromatisiert. Ein weiterer Weg, Gin einen aromatischen Geschmack und Geruch zu verleihen ist der Kontakt mit Alkoholdämpfen, welche dem Endprodukt eine besondere Note verleihen können. Die klassischen Gewürze, welche dem Gin hinzugefügt werden sind Thymian, Koriander und Orangenschale. Der Fachmann betitelt diese Zusatzstoffe als „Botanicals“. Allerdings gibt es hierbei die ausgefallensten Kreationen, bislang gibt es ca. 120 verschiedene Zutaten, die als Aromen im Gin verwendet werden. Hier ein kleiner Überblick über die beliebtesten Gin-Kräuter:
Jeder, der guten Gin wertschätzt sollte sich auch mit der richtigen Lagerung beschäftigen. Für Liebhaber-Herzen gibt es nichts Schlimmeres, als an den halbleeren, lauwarmen Gin von letzter Nacht zu schlürfen, der unter dem Sofa vergessen wurde. Grundsätzlich kann Gin nicht verderben, aufgrund des hohen Alkoholgehaltes. Allerdings kann der Geschmack durch die falsche Lagerung stark in Mitleidenschaft gezogen werden. So wie die meisten Spirituosen sollte Gin vor allem kühl, dunkel und trocken gelagert werden. Die enthaltenen Aromen sind lichtempfindlich und nicht besonders hitzebeständig.
Ein Keller hat sich als hervorragender Lagerort etabliert. Die Raumtemperatur sollte kühl sein, allerdings nicht so kühl wie ein Kühlschrank. Man spricht von einer Temperatur von ungefähr 20 Grad Celsius. Vor allem Anfänger machen oft den Fehler, ihren Gin im Kühlschrank oder vielleicht sogar im Eisfach aufzubewahren. Aus der Sicht eines Gin-Kenners ist das natürlich ein Desaster. Die Aromastoffe des Gins werden nicht umsonst aus einer erlesenen Auswahl aromatischer Kräuter und Gewürze hergestellt, die das typische facettenreiche Geschmackserlebnis garantieren.
Wird der Gin zu kühl aufbewahrt, können viele dieser Kräuter und Gewürze geschmacklich einfach nicht mehr wahrgenommen werden. Natürlich kannst du deinen Gin eisgekühlt genießen. Hierfür solltest du allerdings im Nachhinein erst Eiswürfel hinzugeben, das beeinflusst den Geschmack nicht auf dieselbe negative Weise. Ebenso ist ein zu warmer Ort keine gute Lageroption für deinen Gin. Bekanntlich fördert Wärme den Vorgang der Oxidation. Darunter versteht man im Allgemeinen den Vorgang, bei dem die Moleküle mit Sauerstoff reagieren. Dadurch verliert der Gin im Endeffekt einen Teil seines wertvollen Aromas.
Der Grund, weshalb empfindliche Substanzen in dunklen Gefäßen gelagert werden, ist der Schutz vor zu viel Lichteinstrahlung. Licht kann in vielen Fällen zwar keinen wesentlichen Einfluss auf den Geschmack oder die Aromastoffe haben, allerdings erzeugt Licht auch Wärme. Wie bereits besprochen verträgt sich Wärme nicht unbedingt gut mit edlem Gin, da sie wiederum den Geschmack beeinflussen kann. Außerdem führt Sonnenlichteinstrahlung dazu, dass der enthaltene Alkohol schneller verdunstet. Falls du ein wahrer Gin-Sammler bist, dann kann Sonnenlicht die Etiketten deiner Gin-Flaschen ausbleichen und sie auch lange Sicht unschön ausschauen lassen.
Der Vorgang der Oxidation kann nicht aufgehalten, nur entgegengewirkt werden. Lagerst du deine Gin-Flasche liegend, bietest du eine größere Oberfläche und sorgst somit für schnellere Oxidation. Deshalb solltest du deine Gin-Flaschen immer stehend lagern. Aus einer gewissen Logik ergibt sich zudem, dass die Flasche immer gut verschlossen sein sollte, ansonsten beschleunigst du den Vorgang natürlich stark. Hier findest du mehr über die Gin Lagerung.
Obwohl der Genuss von Alkohol meistens mit gesundheitlich abträglichen Aspekten verbunden wird, kann man dem Gin nicht nur schlechtes für die Gesunheit nachsagen. Die nachfolgenden Tipps sind keine ärztlich abgesegneten Studien, sondern mehr als interessante Facts zu verstehen. Natürlich gilt hierbei, dass Gin immer in Moderation genossen werden sollte. Außerdem liegen die gesundheitlichen Vorteile eher in den beigemischten Kräutern und Gewürzen, welche ohne dem Alkohol klarerweise noch besser für deinen Körper wären.
Im Vergleich zu anderen alkoholischen Getränken zählt Gin zu den kalorienarmen Varianten. Er enhält im Schnitt pro 1 CL nur 23 Kalorien. 100 ml Bier als Vergleich hat ungefähr 43 kcal pro 100 g und Wein etwa 83 kcal pro 100g. Außerdem wird Gin gerne mit Tonic Water oder anderen, sehr wasserhaltigen Mischgetränken gemixt. Das wirkt der Dehydration entgegen, gegen die der Körper beim Alkoholgenuss ankämpfen muss.
Vielleicht hast du schon einmal davon gehört, dass Gin bei Magenproblemen helfen sollte. Tatsächlich stellt sich nach dem leicht bitteren Nachgeschmack bei den meisten Menschen ein angenehmes Gefühl in der Magenregion ein. Vor allem dann, wenn man den Gin zwischen dem Konsum anderer alkoholhaltiger Getränke konsumiert, verspürt man diesen Effekt in der Regel relativ stark. Nicht nur der Magen, sondern auch der Kreislauf und andere Organe werden angeregt und können ein bekömmliches Gefühl hinterlassen. Sogar Übelkeit kann durch den Konsum von Gin unterdrückt werden. Ich würde sagen, bei dem nächsten Unwohlsein auf einer Party ist es auf jeden Fall einen Versuch wert!
Wacholderbeeren sollen das Immunsystem stärken. Das liegt an den sekundären Pflanzenstoffen, die in den Beeren enthalten sind. Zu den sekundären Pflanzenstoffen zählen außerdem noch Antioxidantien, welche ebenfalls im Gin aufgrund der Kräuter und Gewürze enthalten sind. Diese gelten als Radikalfänger und verteidigen den Körper gegen oxidativen Stress zur Stärkung der Gesundheit.
Diese Frage kann nicht pauschal mit Ja beantwortet werden, allerdings gibt es ein paar interessante Fakten zum Thema. Erstens wird beim Konsum von Gin meistens sehr viel Wasser mitgetrunken, da die Mischgetränke oft viel Wasser enthalten. Das hydriert den Körper und kann gegen Kopfschmerzen helfen. Da Alkohol den Körper dehydriert, kann das deinem Kater und deinem Kopfschmerz stark entgegenwirken. Mixt man seinen Gin mit Tonic, sollte man aber etwas aufpassen. Die Bitterstoffe im Tonic kommen vom sogenannten Chinin, dass für manche Menschen schlecht verträglich ist. In hohen Dosen kann es sogar als Nervengift tödlich wirken, allerdings ist das bei einem normalen Konsum unmöglich zu erreichen.
Außerdem greifen die meisten Menschen beim Gin Kauf eher zu den teureren Varianten, die sehr reinen und hochprozentigen Alkohol enthalten. Hohe Qualität des Alkohols wirkt bekanntlich einem Kater entgegen, oft wird gesagt, dass klarer Alkohol weniger oft einen Kater verursacht. Andere alkoholische Getränke sind oft voll mit Gärprodukten, die bei der Herstellung entstehen, aber vom Körper nicht besonders gut abgebaut werden.
Fazit:Gin kann ein wundervolles Genussmittel sein und es bedarf keiner besonderen Kenntnisse, ihn richtig zu lagern oder anzurichten. Beachtest du die vorherigen Punkte, bist du auf der sicheren Seite und kannst deinen Gin mit vollem Aromaspektrum genießen. Gin ist zwar kein Heilmittel, allerdings bietet er im Vergleich zu anderen alkoholischen Getränken doch einige Vorteile. Auf jeden Fall kannst du gerne Mal ein Gläschen probieren, wenn du das nächste Mal Kopf- oder Magenschmerzen hast, vielleicht hilft es dir ja weiter!